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Update Web 2.0 – Welch ein Katzenjammer im Musikbereich! Teil II

Montag, 28.09.2009

Am 25.8.09 schrieb ich im trust in dialog grob über die Fehler in der Musik-Branche. Genau 4 Wochen später fand ein Katzenjammer-Konzert im Rahmen des Reeperbahn-Festivals im Hamburger Knust statt.

Neben der Tatsache, dass die vier Norwegerinnen eine Menge Spaß zu später Stunde verbreiteten, nicht nur bei mir, sondern auch bei ca. 400 anwesenden Gästen und Daniel Haimerl, seines Zeichens Geschäftsführender Gesellschafter der renomierten ERP-Software Actindo, die von ca. 800 Online-Shop eingesetzt wird.

Katzenjammer, Roskilde Festival 2009

Katzenjammer, Roskilde Festival 2009

Im Prinzp wurde die Kontakt-Kette, die von Dietmar Otto auf mich übergegangen war auf Daniel Haimerl erweitert. Dass Daniel Haimerl um 2.38 Uhr noch in der gleich Nacht, iTunes bemühte, um die aktuelle CD “Le Pop” von Katzenjammer downzuloaden, ist sicher keine große Überraschung, aber dass ca. 20 % der Anwesenden per Handzeichen zu verstehen gaben, dass sie bereits im Besitz der neuen CD waren, erstaunt mich ungemein, da die Band erstmalig in Deutschland tourt!

Darüber hinaus bildeten sich wirklich lange Schlagen am Merchandise-Stand der Band, so dass einmal mehr klar wurde, dass das Internet ganz sicher nicht dazu beiträgt, dass es der Musik Industrie schlecht geht, sondern ausschließlich die verantwortlichen Manager in den letzten Jahren mehr falsch als richtig gemacht haben.

Mit einem vernünftigen Vermarktungskonzept braucht keine Band der Welt Angst vor der Zukunft haben. Angst müssen nur die Label Manager haben, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen können oder wollen!

Web 2.0 – Welch ein Katzenjammer im Musikbereich!

Dienstag, 25.08.2009

Intro
Wie sah die Welt vor 10 Jahren aus. Sie war in der Musik-Branche noch in Ordnung. Die CD-Verkäufe waren zwar nicht mehr so üppig, aber um das Überleben brauchte sich niemand zu sorgen.
Ich war damals als Musik-Journalist mit einem eigenen Magazin am Start und wunderte mich bereits damals über banale Dinge wie z.B., dass die Promotion-Kommunikation sich nur ganz schwer auf e-Mails statt der üblichen Fax faxe umstellen wollte.
Gerade, wenn es darum ging, Promotion-CDs anzufordern, hieß es stets, „nee, da brauchen wir etwas ordentliches auf Papier!“. Im Vergleich zur verschlafenen Download-Problematik sicher nur ein Bruchteil der Gesamtproblematik, aber gerade an dem Beispiel ist es sehr schön plakativ darzustellen, dass nicht nur falsche Visionen verfolgt wurden, sondern dass auch vor allem im Detail schlecht bis gar nicht gearbeitet wurde.
Heute ist von neuen Visionen nichts mehr zu sehen, vielmehr ist man auf Schadensbegrenzung aus. Dabei verpasst man seit 1 bis 2 Jahren wieder einen Trend, der eigentlich nicht zu verpassen ist. (weiterlesen…)