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Online Handel: Zukunft Multichannel

Donnerstag, 27.01.2011

Onlinehandel boomt. Der stationäre Handel fürchtet die­sen Wettbewerb. Aber bedroht der Onlinehandel wirklich andere Handelsformen?

Auf den ersten Blick sehen wir den Onlinehandel mit starken Zuwächsen, während der stationäre Handel seit Jahren über stagnierende oder rückläufige Umsätze klagt. Es deutet sich also durchaus eine Wachablösung im Kon­sumverhalten an. Trotzdem werden sich Fußgängerzonen nicht generell in Friedhöfe verwandeln — zum Glück. Opfer wird es aber dennoch geben und zwar Unternehmen, die sich dem geänderten Konsum- und Kommunikationsver­halten versperren.

Universalversender Amazon

Der Onlinehandel als Teil des Distanzhandels hat auch in der eigenen Familie ein Sorgenkind zu betrauern: den klas­sischen Universalversandhandel. In diesem Zusammen­hang stellt sich die Frage, warum Quelle zugrunde gegan­gen ist, der Universalversender Amazon hingegen den Distanzhandel revolutioniert hat. Ganz einfach: weil Amazon sich auf ein verändertes Konsumverhalten der Menschen eingestellt hat.

Ein weiteres positives Beispiel ist Ikea: Die größte Nie­derlassung in Deutschland ist seit einigen Jahren der On­lineshop. Trotzdem herrscht bei Ikea in den stationären Fi­lialen häufig positiver Ausnahmezustand. Hier wurde im Gegensatz zur Entwicklung bei Karstadt.de vor einigen Jahren strikt auf eine nicht nur kommunikative Verknüp­fung von Stationär- und Onlinehandel Wert gelegt.

 

Erfolgsmodell Globetrotter

Eine ebensolche Erfolgsgeschichte ist Globetrotter. Dort werden Katalog, Onlineauftritt und Filiale bestmöglich vernetzt. Der Katalog liefert den Werbeimpuls direkt ins Haus, online schaut sich der geneigte Käufer sein potenziell neues Kajak an, angeregt durch Imagefilme im Internet. Im Olivantenhof in Köln hat der Kunde dann die Möglichkeit, sich im hauseige­nen Kajakpool, der gleichzeitig auch ein Tauchbecken ist, in das Objekt der Begierde zu setzen und eine Runde zu drehen. Ergänzend lässt er sich dann von einem Adventure-Fachmann indivi­duell beraten.

Das ist die Zukunft des Handels, und sie heißt Mul­tichannel. Die Vorteile liegen klar auf der Hand – man nutzt den Vorteil jedes Vertriebskanals als Tell der Gesamt­strategie.

Keine Kompromisse

Der zweite „Kopfbereich“ spielt auf die Konzeptionsphase vor der eigentlichen Umsetzung an. Im Multichannel gilt ein Leitsatz: Es gibt keine Kompromisse in der Umsetzung – und zwar in allen Unternehmensbereichen.

Quelle: Online Handel Ausgabe 1/11, Seite 24+26

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