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Abschiedsspiel 2.0 für Stanislawski und Trulsen

Dienstag, 03.05.2011

Fans planen Aktionen für das Trainerduo, das bereits die Profikarriere gemeinsam ausklingen ließ.

HAMBURG:: Die Rede ist geschrieben, die T-Shirts liegen bereit, viele Banner und Tapeten sind schon bemalt. Beim FC St. Pauli bereiten sich Funkti­onsträger und Fans auf die Verabschie­dung von Holger Stanislawski und Andre Trulsen vor. Nach dem Chef­coach erhielt auch dessen Co-Trainer nun wie erwartet die Freigabe. Das Duo wechselt zum 1. Juli für drei Jahre zur TSG Hoffenheim. Am Sonnabend be­streiten die Urgesteine des Klubs gegen den FC Bayern München ihr letztes Heimspiel. Es geht um drei Punkte und den Erhalt der letzten theoretischen Chance auf den Klassenerhalt, aber eben auch um den Abschied von zwei St. Paulianern, die den Verein 18 respektive 19 Jahre lang geprägt haben.

Christian Bönig verabschiedet das Duo, dann gibt es wie 2005 eine Ehrenrunde. Statt wie sonst der Stadionsprecher obliegt es am Sonnabend Teammanager Christian Bönig, die beiden vor dem An­pfiff im Mittelkreis offiziell zu verab­schieden, nach der Partie wird es eine gemeinsame Ehrenrunde durch das Stadion geben Szenen, die nicht neu sind.

Am 14. Februar 2005, vor mehr als sechs Jahren, war das Duo schon einmal dafür verantwortlich, dass ein Mix aus Melancholie und Dankbarkeit durch das Millerntor waberte. Im „Duell der Legenden” traten die beiden mit alten und jungen Weggefährten im gemeinsa­men Abschiedsspiel an. Stanislawski hatte 2004 seine Laufbahn als Profi ge­gen den KFC Uerdingen beendet. Ein Jahr darauf zog sich auch Trulsen als Aktiver zurück. Zum Saisonende lief er ein letztes Mal auf – ebenfalls gegen die Krefelder. Die beiden gebürtigen Ham­burger verbindet vieles, vor allem aber die Verbindung zu ihrem Verein, den sie nun zusammen verlassen, nicht nur in einer Funktion, sondern komplett: Ab­schiedsspiel 2.0. Für die Fans sind sie zwei der größ­ten Identifikationsfiguren überhaupt.

Insofern verwundert es auch nicht, dass sich der Anhang auf den Sonnabend entsprechend vorbereitet. Es wird Hun­derte Transparente und Banner im Sta­dion geben, und auf dem Vorplatz am Klubheim liegen am Sonnabend von 12 bis 21 Uhr T-Shirts zum Unterschreiben bereit. Parallel dazu können Fans ihre Abschiedsgedanken und Glückwünsche in einem ausgelegten Buch ausdrücken,das Stanislawski und Trulsen zusam­men mit den Textilien zum Trainings­auftakt in Hoffenheim als letzter Gruß aus dem Norden überreicht wird.

Fans, die den Termin nicht wahrnehmen können, haben noch bis zum 7. Mai per Post (Rock N Shop, Merkurring 116, 22143 Hamburg) zu senden und nachträglich abdrucken zu lassen. Mehr als 200 machten davon bis gestern Gebrauch, insgesamt werden Tausende Einträge erwartet.

 

St. Paulis Fans bereiten Aktionen vor, Stanislawski erwartet spezielles Flair

„Ich habe etwas Angst vor diesem Tag”, blickt Stanislawski nach vorn, „es wird etwas sehr Besonderes werden. Für mich, für Truller,sicherlich auch für die Fans und einige Spieler. Es wird schwer werden, aber ich möchte versu­chen, diese spezielle Atmosphäre und das Flair auch zu genießen.” Ein Spiel mit 18 Treffern wie beim 11:7 im Jahr 2005 käme nicht ungelegen. Idealer­weise dann mit mindestens zehn Toren für die Hamburger, denn das Ab­schiedsspiel soll nicht zum Abstiegs­spiel werden.

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 3. Mai. 11, Seite 25.

 

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